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Medizinisches Personal über die aktuellen Herausforderungen der Corona Pandemie

Viele Menschen fragen sich tagtäglich, wie die Lage rund um das all beherrschende Thema Corona nun wirklich ist. Woran mangelt es? Wovon haben wir genug? Was können wir tun und vor allem sind wir sicher? - Die Plattform Atheneum, ein Netzwerk aus Experten welches zum Austausch und zur Verbreitung von Wissen gegründet wurde, hat in diesen Tagen eine Umfrage rund um die aktuelle Lage der Covid-19 Pandemie veröffentlicht. Sie befragten rund 250 Mediziner und Experten aus verschiedensten Ländern, woran es ihnen fehlt, wie sie in dieser Situation handeln und wie es ihnen in dieser besonderen Lage geht und fanden International starke Unterschiede.


Wie gut ist das medizinische Personal in verschiedenen Ländern aufgestellt, woran fehlt es?

Viele der Befragten gaben an, dass die Beschaffung von Schutzkleidung immernoch eines der größten Probleme ist.

In Deutschland sind wir laut der Befragung im internationalen Vergleich gut aufgestellt: Nur 11% gaben an, dass man keine Lagerbestände an Schutzkleidung mehr habe, während 53% angaben, dass die Bestände noch über eine Woche reichen würden. Anders in Spanien: Hier gaben 30% der befragten Experten an, dass es aktuell keinerlei Bestände mehr gebe - nur 5% sprachen von Beständen, die über eine Woche reichen. Auch innerhalb Europas erkennen wir also starke internationale Unterschiede in den Lagerbeständen an Schutzkleidung.


Doch stellt nicht nur das nötige Equipment eine wichtige Säule zur Bekämpfung der Pandemie dar.

Auch Aufklärung und Transparenz gegenüber der Bevölkerung über die Medien und andere Kanäle bildet ein wichtiges Werkzeug zur Bekämpfung der Corona Pandemie. Wie gut informiert fühlt sich das medizinische Personal also über die neuesten Geschehnisse und Bestimmungen zum Thema Covid-19?

Auch hier zeigen sich wieder starke internationale Unterschiede, in Frankreich geben über 90% der Befragten an gut bis sehr gut über die aktuelle Lage Informiert zu werden, in Deutschland teilten ca. 85% diese Sicht. Eine Ganz anderes Bild zeichnet sich wiederum in Spanien ab, hier sprechen lediglich 70% davon gut bis sehr gut informiert zu sein. Klingt nach einem kleinen Unterschied? Ja, aber wenn man bedenkt, dass in der Umfrage ausschließlich medizinisches Fachpersonal befragt wurde, bekommt dieser “klein” scheinende Unterschied eine große Aussagekraft.

Des weiteren spielt nicht nur die Menge an Informationen, sondern auch ihre Qualität und somit ihre Quelle, eine wichtige Rolle. Im internationalen Vergleich stellt sich heraus, dass vor allem die öffentlichen-nationalen Organisationen eine große Rolle in der Informationsbeschaffung spielen (In Deutschland das RKI, in UK das NHS und in den USA die CDC), wodurch die WHO in keinem Land als Hauptquelle dient. Auch scheinen Informationsflüsse zwischen Ärzten und Fachpersonal eine bedeutende Rolle zu spielen, dieser Informationsfluss wurde am häufigsten unter “Other” angegeben.

Doch was lässt sich aus all diesen Zahlen lernen, was bedeuten sie? In Tagen in denen jede Nachrichtensendungen nur noch aus Fallzahlen, Todesraten, Anstiegen und Trends besteht scheinen Zahlen irgendwann irritierend und wenig aussagekräftig. Wir sollten aus diesen Zahlen zumindest eine Sache lernen, es handelt sich bei dieser Corona Pandemie um eine weltweites Phänomen. Eine Pandemie ist etwas, was uns alle betrifft und an keinen Grenzen halt macht. Eine Pandemie die jedes Land - ob arm oder reich - trifft und enormen Schaden anrichtet. Und während die Pandemie weltweit ihre Kreise zieht und an keinen Grenzen halt macht müssen wir ihrer Logik folgen. Solidarität ist das Gebot der Stunde! Wissensaustausch, Austausch von Gütern und Hilfe sind in der aktuellen Lage unbedingt von Nöten. Die Grundwerte unserer offenen Gesellschaft sind in Zeiten wie diesen wichtiger denn je geworden um in dieser Krise GEMEINSAM zu bestehen.